Elternsex

25.07.2019

Elternsex

Zeitfenster erkennen und schnell sein: Elternsex

Heute ist Feiertag.
Das ist eine wunderbare Tatsache, konnten wir doch alle (!) lange ausschlafen!
Und fläzen zugegebenermaßen noch immer im Schlafanzug in diversen verfügbaren Betten und auf gemütlich-zerwühlten Sitzgelegenheiten des eigenen Haushaltes herum. Auch die Kinder. Das Pubertier schläft sogar noch.
Denn unsere Kinder haben wir erfolgreich zu dem erzogen, was ich selbst seit jeher vorzugsweise bin: Langschläfer!

Dieser Tag verspricht also schon jetzt ein herrlich Guter zu werden!
Und doch wird er anders verlaufen, als er es früher – noch zu jungen Paarzeiten – zu tun vermochte.

Früher verlief ein Feiertag anders

Denn was hätten wir wohl früher an einem Feiertag Ende Mai getan? Lang geschlafen, klar!
Und hier können wir schon einmal erfolgreich den dicken, grünen Haken setzen. Sowohl in der Vergangenheit, als auch in Echtzeit, im real life!
Aber dann hätten wir vermutlich einfach ganz viel weitergeschlafen.
Hätten rumgelümmelt, den Tag im Bett verbracht und einen ausgewachsenen Serien-Marathon gestartet.
So, wie es sich für ein Studentenpaar (nun ja, ich war bereits der arbeitende Part) an einem geschenkten Feiertag gehört.
Vermutlich wären wir mal zum Duschen und für den Toilettengang aufgestanden, zum Essen möglicherweise auch noch.

Die Sache mit dem Sex

Und wir hätten Sex gehabt! Viel Sex. Nicht stundenlang, nicht ständig hintereinander.
Denn das Duracell-Gerammel (Pardon meiner Ausdrucksweise!) im Akkord lag mir noch nie.
Aber eben wann immer und sooft wir wollten an diesem einen Tag!
Ohne auf Zeitfenster achten zu müssen und ohne auch nur die Existenz eines ganz bestimmten Vokabulars zu erahnen:
Elternsex.

Über Zeitfenster und Elternsex

Beides übrigens Modebegriffe, wenn ihr mich fragt.
Ich glaube kaum, dass man früher – bei der Arbeit auf hessischen Feldern – von der Ausnutzung diverser Zeitfenster sprach.
Oder gar den elterlichen Beischlaf, den Geschlechtsverkehr im Wandel der Elternzeit, thematisierte! Und doch will ich dies genau jetzt tun!

Denn damals, als junges Paar, hatten wir nicht die leiseste Ahnung, wie wichtig beides (!) mit drei Kindern sein würde!
Damit Letzteres eben noch stattfinden kann.
Was es meiner Meinung nach auch muss und sollte und essentiell für eine glückliche Ehe ist!

Eine glückliche Ehe ohne Sex?

Ich schrieb darüber bereits in einem anderen Text.
Noch immer kann mir keiner weismachen, dass eine Ehe ohne Sex eine Brilliante ist! Bullshit!

Dass ich also der Meinung bin „Es“ hat gefälligst weiterhin stattzufinden, habe ich nun hiermit „dezent“ verlauten lassen.
Aber wie? Und wann? Mit drei Kindern unterschiedlichen Alters im Haus?
Von denen Eines immer „around“ ist – oder gar deren Freunde und Freundes-Freunde!

Wann Sex haben?

Wann? Wenn das letzte Kind erst weit nach 22 Uhr einschläft und das Erste um 6.30 Uhr (ja, bei einem Kind scheitern dann doch ab und zu alle Narkotisierungsversuche) wieder auf den Beinen ist?
Um Mitternacht, nachdem beiden Elternteilen bereits auf der Couch die müden Äuglein zugefallen sind?

Und so nüchtern es nun klingen mag, hier kommen jetzt die teilweise nur ganz kurz zum Stoßlüften (ich weiß, wie das jetzt in diesem Zusammenhang klingt!) geöffneten Zeitfenster in’s Spiel!
Denn von Einem müsst Ihr Euch als Eltern verabschieden: Der Illusion des romantischen Beischlafes bei Kerzenschein mit  ausgedehntem Vorspiel! Ihr werdet bald vergessen, was das überhaupt sein soll und somit auch nix mehr vermissen.

Sofern es Euch gelingt, Dinge geschickt anzustellen.
Beispielsweise wenn die Kinder bei einem spannenden Nachmittagsfilm (am Feiertag) mit
„Cock-Porn“ (so nennt es nun mal die Kleinste!!) im Untergeschoss auf der Couch hocken.

Wäre nicht auch da ein Haken: Ich berichtete einst in einem anderen Text darüber, wie dankbar ich für hochwertige Kinder-Sendungen öffentliche-rechtlicher Rundfunkanstalten sei. Nun, mein großer Sohn ist bereits dem Alter entwachsen, in dem der liebe Willi Weitzel ihn noch in seinen Bann ziehen kann. Ihr müsst also damit rechnen, dass Eure Kinder auf unterschiedliche Weise zum Zeitpunkt X beschäftigt sind. Und das Fenster am hellichten Tag nur minutenweise geöffnet ist. Was dem Vorhaben zugegebenermaßen einen gewissen Nervenkitzel beschert.

Chancen wahrnehmen!

Aber es gilt einfach Chancen zu erkennen und wahrzunehmen. Dann, wenn’s gerade wirklich keiner für ein paar Minuten mitbekommt! Ihr seid deswegen auch keine schlechten Eltern! Nur glückliche und befriedigte! Habt kurz Energie-Reserven aufgetankt und dem gehetzten und zerrenden Elterndasein ein bisschen Glamour (nur drei Minuten verrucht sein!) eingehaucht!
Danach seid Ihr wieder da, für alle Eure Kinder. Nahezu 24/7!

Werde ich heute Sex haben? Ich weiß es nicht. Das weiß man als Mehrfach-Eltern niemals im Voraus.  Es sei denn, ihr plant terminlich. Auch das sei eine Möglichkeit, über die es ernsthaft nachzudenken gilt! Kein Scherz!

Hauptsache ihr seid schnell und verpasst und vertrödelt Eure Chancen nicht!
Wartet nicht auf die Nacht, denn da werdet ihr zu k.o. sein und die Flaute im elterlichen Bett vorprogrammiert.
Es klingt schwierig und in der Tat müssen mehrere Faktoren passen und zusammentreffen.
Aber dann werdet Ihr eines haben: Sex!

Nicht wie früher an einem gewöhnlichen Feiertag.
Auch mit dem Zusatz „Eltern“(Sex).
Aber ihr werdet „Es“ haben – und hoffentlich nicht zuletzt spüren!

Genug der offenen Worte!
Vergesst Euch als Paar nicht und viel Spaß!

Eure

Alex

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